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BEAUTY OF UKRAINE – Das, was in Gefahr ist

15. Juli 14:00 - 4. September 18:00

Vernissage: Freitag, den 15. Juli 2022 ab 19:00 Uhr

Die Kunstinitiative „Im Friese“ e. V. in Kirschau unterstützt ukrainische Künstler*innen. So arbeiten seit Mai 2022 Marianna Glynska und Zoriana Kozak aus Ivano-Frankivsk und Lviv, im Westen der Ukraine gelegen, in unserem dreimonatigen Residenzprogramm mit freier Unterkunft, Atelier, Materialkostenpauschale und die Einbindung in unser kommendes Ausstellungs-Großprojekt „Erd(reich) – rich(Soil)“.

Beide Künstlerinnen werden auch diese Ausstellung: „Die SCHÖNHEIT DER UKRAINE  / BEAUTY OF UKRAINE – Das, was in Gefahr ist / That which is at risk“ aktiv unterstützen und mitgestalten.

Wir alle sind überwältigt von der Flut der Bilder des Grauens, des Horrors des Krieges, der Zerstörung und der massenhaften Vertreibung von Menschen. Tagtäglich stürzen solche Szenerien in den Medien auf uns ein. Wir verweisen ganz bewusst auf diesen Horror, aber mit einem anderen Blick, mit der klaren Botschaft, das zu zeigen, was in Gefahr ist, die fragile Schönheit, die angesichts einer Kriegsmaschinerie zerstört wurde oder zerstört werden könnte: Das Land Ukraine, die Landschaft, die Natur, die Menschen, die Städte und Dörfer, die Denkmäler, die Kunst, die Architektur stehen im Mittelpunkt unserer Ausstellung
Wir gehen davon aus, dass die meisten unserer Ausstellungs-Besucher noch nie die Ukraine bereist haben. Somit setzen wir einen Kontrapunkt zur grausamen Realität der momentanen Berichterstattung in den Medien, die uns dennoch auch in diesem Projekt hart einholt: Der Photograph Maxim Levin ist ein Opfer dieses Krieges!

Maxim wurde am 7. Juli 1981 in Bojarka, im Bezirk Kiew-Swjatoschinskij, geboren und war Vater von vier Söhnen.
Als Absolvent des Kiewer Polytechnischen Instituts arbeitete er als Photoreporter für die Zeitschrift „Pension“, die Zeitung „Kyiv Information“, die Photoagentur „Photolenta“ und „UNIAN“. Er war freier Mitarbeiter für „Focus“, „Profile“, „Ukrainian Week“, „Reuters“ und „Associated Press“ und berichtete über den russischen Einmarsch während der ersten fünf Tage des Krieges von sieben Brennpunkten aus verschiedenen Regionen der Ukraine: von Charkiw bis Wassilkow und mehreren Siedlungen in Richtung Irpin und Schytomyr.

Maxim Levin starb während der Berichterstattung über den Einmarsch der russischen Truppen. Seitdem er sich am 13. März 2022 in das Dorf Guta-Mezhyhirsk, Bezirk Vyshgorod, begab, um die Folgen der russischen Aggression zu dokumentieren, riss die Verbindung zu ihm ab.
Am 1. April 2022 fand die Polizei nach einer langen Suche seine Leiche. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde Levin von „Angehörigen der russischen Streitkräfte mit zwei Schüssen aus Handfeuerwaffen getötet“.

Wir widmen ihm diese Ausstellung.

RIP Maxim Levin (1981–2022)

 

Holger Wendland

 

 

Ausstellung geöffnet: immer Sonntags von 14-18 Uhr

 

 

Details

Beginn:
15. Juli 14:00
Ende:
4. September 18:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Kunstinitiative „Im Friese“ e.V.
Friesestraße 31
Schirgiswalde-Kirschau, Sachsen 02681 Deutschland
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